Gedenken und Radtour am 50. Jahrestag des Mauerbaus

Veröffentlicht am 03.08.2011 in Geschichte

Am 13. August 2011 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum fünfzigsten Mal. Den Jahrestag begeht die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow in zweifacher Weise: Um 9.30 Uhr gedenken die Bezirksverordneten gemeinsam mit dem Bezirksamt an der Grabstätte von Peter Fechter auf dem Friedhof der evangelischen Auferstehungsgemeinde in der Indira-Gandhi-Straße in Weißensee der Frauen und Männer, die in den Jahren der deutschen Teilung an der Mauer ihr Leben verloren haben. Im Anschluss startet um 11 Uhr am Eingang zum Mauerpark in der Eberswalder Straße eine kommentierte Fahrradtour entlang des ehemaligen Mauerverlaufs.

„Wir wollen an die schmerzliche Geschichte der deutschen Teilung erinnern und die Erinnerung an den Mauerbau auch für künftige Generationen wach gehalten. Deshalb wollten wir neben das Gedenken am Grab des 1962 im Grenzstreifen verbluteten Peter Fechter eine Veranstaltung stellen, die das Geschehen am 13. August 1961 für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen nachvollziehbar macht“, erläutert Sabine Röhrbein, die Vorsitzende der SPD-Fraktion in der BVV Pankow. Bereits Ende März 2010 hatten die Bezirksverordneten auf Initiative der SPD-Fraktion für eine angemessene, öffentlichkeitswirksame Erinnerung an das historische Datum votiert. „Wir laden die Pankowerinnen und Pankower dazu ein, uns bei der BVV-Radtour zu begleiten und sich bei einem Besuch der Ausstellungen und Veranstaltungen zum 50. Jahrestag des Mauerbaus mit der Geschichte des geteilten Berlins zu beschäftigen“, so Röhrbein.
Die Route der Fahrradtour verläuft entlang des Mauer-Radwegs und passiert die Stationen Gleimtunnel, Böse Brücke, S-Bahnhof Wollankstraße, Friedhof Pankow III, Klemkestraße und S-Bahnhof Wilhelmsruh, Pankow-Park, Wilhelmsruher Damm sowie Blankenfelde. Zu jedem Haltepunkte hat der Politologe Jorge Scholz ein konkretes Ereignis und dessen Hintergründe recherchiert. So werden neben den tragischen Fluchtversuchen, die einen tödlichen Ausgang nahmen, weitere „ungesetzliche Grenzübertritte“ thematisiert und noch erhaltene Spuren der 28 Jahre währenden Geschichte der Berliner Mauer gezeigt. Bereits am 11. August wird im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner die Ausstellung „ Die weiße Linie – Mauer und Flucht im Berliner Nordosten“ eröffnet, die bis zum 30. Oktober 2011 die Geschichte von Mauerbau und Flucht entlang der ehemaligen Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Pankow im Osten und den angrenzenden Bezirken Wedding und Reinickendorf im Westen zeigt. Auch hierzu hat das Bezirksamt eine Fahrradtour konzipiert. Bereits seit Ende Juni wird die Ausstellung „Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an den Standorten Berliner Allee 252-260 und Fröbelstraße, Haus 5, sowie ab 12. August bis Mitte Oktober 2011 im Rathaus Pankow gezeigt.

 
 

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